Bau-Ausschuss

Spatenstich zum Bau des neuen Gemeindezentrums mit Bürgermeister Antenbrink. Foto: Hans A. Genthe
Spatenstich zum Bau des neuen Gemeindezentrums mit Bürgermeister Antenbrink. Foto: Hans A. Genthe

Auf der Gemeindeversammlung am 28. Juni 2005 hat der Kirchenvorstand seine Überlegungen dargestellt, die zu den Abriss- und Neubauplänen geführt haben. Besonders die Mitglieder des Bauausschusses sind ansprechbar. Hier seien noch einmal im kurzen die wichtigsten Gründe angeführt:

  • Die technische und räumliche Ausstattung des Gemeindehauses (Heizung, Elektrik, sanitäre Anlagen, Wanddurchfeuchtung) entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen (verursacht auch entsprechend hohe Kosten)
  • Wichtige Räume (Küche, Sanitärbereich) sind nicht behindertengerecht
  • Der Jugendraum ist von seiner Lage nicht einladend
  • Das Dach vom Spatzennest ist undicht
  • Das separate Gemeindebüro in der Bahnhofstraße verursacht Mietkosten

Der Kirchenvorstand hatte drei Architekten im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs eingeladen, Möglichkeiten für eine Sanierung vorzustellen. Dabei stellte sich zweierlei heraus: Als erstes und überraschend, dass ein Neubau des Gemeindehauses finanziell günstiger oder zumindest nicht nennenswert teurer wird als ein Umbau. Zum zweiten, dass ein solches Vorhaben eine enorme finanzielle Belastung für die Kirchengemeinde darstellen wird. Vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf ca. 500.000 €, die entweder aus Spenden oder in Form von Darlehen finanziert werden müssen. Hierbei sind das Eigenkapital der Kirchengemeinde sowie die von der Landeskirche zu erwartenden Zuschüsse schon berücksichtigt.

Dennoch hat der Kirchenvorstand im März beschlossen, die Planungen weiter voran zu treiben. Diesen Kosten stehen auch einige Einsparungen gegenüber. So entfällt dann die Miete für das Gemeindebüro und die neue Bausubstanz wird auch Einsparungen bei den Energiekosten ermöglichen.

Nachdem uns auch die Gemeindeversammlung am 28. Juni Mut gemacht hat, das Vorhaben ernsthaft anzugehen, hat der KV nun beschlossen, einen Neubau nach den Plänen des Architekturbüros Kulla aus Hattersheim zu betreiben. Die Pläne konnten während des Gemeindefestes eingesehen werden.

Zu Grunde liegt ein L-förmiger Grundriss, der sich über die jetzige Fläche entlang des Nachbarhauses und längs der Erzbergerstraße erstreckt. Die wichtigsten Räume wie Spatzennest, Gemeindesaal und das Gemeindebüro befinden sich zu ebener Erde und sind damit behindertengerecht erreichbar. Im Obergeschoss sind Gruppenräume und ein Raum für die Jugend gedacht. Die Glasflächen zur Erzbergerstraße sollen das Gebäude für Besucher und Betrachter offen gestalten. Von hier ist auch der Zugang zu einem großzügigen Foyer geplant. Dahinter befindet sich der Gemeindesaal. Gemeindebüro und Spatzennest werden im vorderen Gebäudeteil untergebracht sein. Im Erdgeschoss wird weiterhin eine Küche vorhanden sein. Auch wird der Sanitärbereich im Neubau behindertengerecht sein. Zwischen dem Gemeindehaus und dem Pfarrhaus wird ein Hof zum Spielen sowie ein Durchgang zum städtischen Rathausgelände geschaffen.