Prädikantin Ingeborg Zorn-Ilka

Man tituliert mich anscheinend gerne als "unsere Prädikantin", aber ich bin natürlich nicht die Prädikantin der Gemeinde Flörsheim, sondern der EKHN. Zwar habe ich bis zum ersten Examen evangelische Theologie studiert, aber ich habe auch einige Lektoren- und Prädikantenkurse belegt und im Kreise dieser Menschen meine kirchliche Heimat gefunden.

Was will jemand wissen, der auf der Homepage "Prädikantin" anklickt? Keine Ahnung. Ich bin eher konservativ (vermute ich), und die Predigt hat eine für meinen Begriff oft weit unterschätzte Bedeutung. Ich lese sie nie ab, habe häufig nicht einmal Stichpunkte mit, weil - wenn ich etwas zu sagen habe - ich das auch ohne Konzept zu sagen haben muss - man stelle sich vor, Paulus hätte in Korinth oder sonst wo erst mal einen Zettel rausgekramt! Was nicht heißt, dass ich nur auf die Einflüsterungen des Heiligen Geistes warte, im Gegenteil erfordert frei zu sprechen ein recht intensives Vorbereiten. Wo ich das nicht hingekriegt habe, tappe ich durchaus auch in allerlei Fettnäpfchen. Vielleicht sollte man das wissen, wenn man mich um eine Vertretung bittet.

Ich habe ein ziemlich kräftiges Organ und kann den Gemeindegesang bei mir bekannten Liedern ganz gut anführen, und wenn kein Organist da ist, springe ich auch schon mal mit der Gitarre ein, auf der ich allerdings kein Ass bin.

Seit etwa zwanzig Jahren gestalte ich hier in Flörsheim die Passionsandachten, später kamen auch die Adventsandachten hinzu. Letztere sind eher meditativ und verbinden alte oder zeitgenössische Advents- und Weihnachtsdarstellungen mit AT- und NT- Texten, Gedichten und instrumentaler Musik. Die Passionsandachten sind aufwendiger, und gelegentlich versuche ich, für meine Gedanken selbst Bilder zu gestalten.

Im Übrigen leite ich hier den Ausschuss für Liturgie und Gottesdienst. Ich möchte alle Prädikanten, die sich dazu befähigt fühlen, einladen, dies gleichfalls wenigstens zu versuchen. Es ist wichtig, dass die Gemeinde - zumindest durch Stellvertreter - wahrnimmt, dass der Gottesdienst (der ja immer wieder als zentrale Veranstaltung kirchlichen, wenn nicht sogar christlichen Lebens behauptet wird) ihre ureigenste Sache ist.

Was wollen Sie noch wissen? Ich bin etwa 45 Jahre alt , verheiratet, Mutter zweier Kinder - eigentlich sind's drei; das erste starb, aber das darf man in dieser seltsamen Welt eigentlich nicht erwähnen - Esther und Jonathan sind Jugendliche. Ich habe neben Theologie auch ein wenig Philosophie und Ägyptologie studiert, kenne mich mit allerlei Gartenproblemen aus, ohne sie je in den Griff zu kriegen, liebe Hörspiele, lese Karl May, John Steinbeck, G.B. Shaw und David Logde, mag England und (nicht nur englisches) Bier. Mit einigen Frauen aus der Gemeinde schmücke ich den Altar mit Blumen. Dazu brauchen wir gespendete Blumen, sprechen Sie mich einfach an, herzlichen Dank jetzt schon!